Hinweise für Antragsteller

Antragsteller

Antragsberechtigt sind natürliche und juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts, die ihren Sitz oder Wirkungsbereich innerhalb der Gebietskulisse der LAG AktivRegion Herzogtum Lauenburg Nord haben. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Landesprogramms Ländlicher Raum (LPLR) in der jeweils geltenden Fassung (hier: Richtlinie.) und den Zielen der Integrierten Entwicklungsstrategie der AktivRegion Herzogtum Lauenburg Nord e.V.

Antragstellung

Als Antrags- und Entscheidungsgrundlage für die LAG AktivRegion Herzogtum Lauenburg Nord dient ein Projektdatenblatt, in dem Projektinhalte, Ziele, Wirkungen und Projektfinanzierung dargestellt werden.

Das Projektdatenblatt steht hier zum Download zur Verfügung. Die formalen Antragsunterlagen werden von der Geschäftsstelle in enger Abstimmung mit dem Antragsteller erarbeitet.

Förderung, Auswahlverfahren

Es besteht kein Anspruch auf Förderung.

Projektanträge sind an das Regionalmanagement der AktivRegion zu richten. Das Regionalmanagement unterstützt Antragsteller bei der Antragstellung. Zur Beschlussfassung werden dem Vorstand der AktivRegion nur solche Anträge vorgelegt, die richtlinienkonform sind und den Zielen der AktivRegion entsprechen.

Der Vorstand berät und entscheidet nur über Anträge, die vom Antragsteller (oder einem Vertreter) in der Vorstandssitzung persönlich vorgestellt/erläutert werden.

Die Zielkonformität wird durch ein Bewertungsverfahren ermittelt. Als förderwürdig gelten nur solche Projekte, die alle Grundvoraussetzungen und mind. 8 Punkte bei den allgemeinen Projektauswahlkriterien erzielen.

Von der Förderung ausgeschlossen

  • Pauschalen
  • Aufwandsentschädigungen
  • Reine Ersatz-/Sanierungsmaßnahmen
  • Kauf von lebendem Inventar
  • Umsatzsteuer
  • Erwerb von Produktions- und Lieferrechten sowie von Gesellschaftsanteilen, Ablösungen von Verbindlichkeiten, Erbabfindungen, Kreditbeschaffungskosten und Gebühren für eine Beratung in Rechtssachen
  • Bau- und Erschließungsmaßnahmen in Neubau-, Gewerbe- und Industriegebieten mit Ausnahme von Baumaßnahmen für Nahwärme- und Biogasleitungen zur dezentralen Versorgung mit erneuerbaren Energien
  • Ankauf von unbebauten Grundstücken durch Gemeinden
  • Grunderwerb durch private Projektträger (bebaut und unbebaut)
  • Gesetzlich vorgeschriebene Planungsleistungen
  • Beratungs- und Betreuungsleistung der öffentlichen Verwaltung
  • Bewegliche Gegenstände
  • Bewirtungskosten
  • Pflichtaufgaben (öffentliche Antragsteller)

Art, Umfang und Höhe der Zuwendung

Die Auszahlung der Fördermittel erfolgt durch nicht rückzahlbare Zuschüsse von EU-, Landes- und Bundesmitteln im Wege der Erstattung.

Förderquote

Die Förderquote beträgt bei öffentlichen Projektträgern 55% der Nettokosten, der Mindestzuschuss beträgt 7.500,– €, der Maximalzuschuss: 100.000,– €.

Die Förderquote bei privaten Projektträgern beträgt 45% (davon 80% EU-Förderung und 20% ergänzende nationale Kofinanzierung). Der Mindestzuschuss: beträgt 3.000,– €, der Maximalzuschuss 100.000,– €.

Der finanzielle Eigenanteil des Zuwendungsempfängers darf 10% der zuwendungsfähigen Ausgaben nicht unterschreiten.

Projektbeginn

Mit der Umsetzung eines Projektes darf erst begonnen werden, wenn der Zuwendungsbescheid des Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) vorliegt. Angebote, Baugenehmigungen etc. dürfen im Vorfeld eingeholt werden.

Es ist unbedingt auszuschließen, dass Aufträge vor Bewilligung erteilt werden. Auftragserteilungen im Zusammenhang mit der Projektvorbereitung (z. B. Planungskosten), die vor der Bewilligung datieren, sind dagegen förderunschädlich.

Ausschreibung und Vergabe von Leistungen

Öffentliche Zuwendungsempfänger haben sich an die jeweils geltenden Vergabe- und Vertragsordnungen zu halten (VOB, VOL, VOF/HOAI) sowie die EU- und Landesverordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge anzuwenden und zu beachten. Das Vergabeverfahren ist zu dokumentieren. Private Zuwendungsempfänger müssen mindestens drei Angebote je Kostenposition einholen, ab einem Zuschuss von 100.000,– € ist das Vergaberecht wie bei öffentlichen Trägern anzuwenden.

Zweckbindung

Die durch die Förderung ausgelöste Zweckbindungsfrist für investive Projekte beträgt fünf Jahre. Die Fristbindung beginnt mit dem Datum der Schlusszahlung des Zuschusses.